Friday, September 07, 2007

Neue Ausstellung - Galerie Dorn Stuttgart 14.9. - 27.10.2007

Pressetext Galerie Dorn, Stuttgart

Ausstellung: H. K. Ehmer, Malerei
Iris Caren von Württemberg, Malerei, Zeichnung
Eröffnung: 14.September 2007, 20 Uhr
Rede: Dr. Günter Baumann -
Die Künstler sind anwesend.
Vorbesichtigung: Do. 13.9., Fr. 14.9.07, je 16-19 Uhr
Finisage am 26.10.2007 um 20.00 mit einer Lyrik-Kunst-Aktion
von Iris Caren von Württemberg


Vom 14.9. bis 27.10.07 zeigt die Stuttgarter Galerie Dorn Bilder von zwei arrivierten Künstlern unterschiedlicher Generationen und Stile: H. K. Ehmer, geboren 1929 in Mainz, freier Maler, Bildhauer, Kunst-Professor aus Düsseldorf und Iris Caren von Württemberg, geboren 1963 in Pforzheim, freie Künstlerin, Performerin und Dichterin mit Hochschulabschluss (M.A., Universität Stuttgart), verheiratet mit Christoph Herzog von Württemberg.

Gemeinsam ist beiden Künstlern die malerische Farbdichte und freie Gestik. In Kontrast zueinander stehen in dieser Ausstellung die Bildformate: Großformatiges auf Leinwand bei Ehmer, überwiegend klein- und mittelformatige Bilder auf Papier und Leinwand bei von Württemberg. Die seit 2000 in Esslingen lebende Künstlerin setzt mit ihrer schriftartigen Formensprache die Tradition des Informel fort.









Jedoch die linearen Strukturen „verraten eine Handschrift und manifestieren sich viel eher im schöpferisch-meditativen Prozess nicht im rein intellektuellen, konstruktiven“, schreibt die Kunsthistorikerin Regina M. Fischer im letztjährigen Katalog. „Insgesamt ist allen Formen eine starke Bewegtheit, ein dynamisches Moment eigen.














Sie scheinen sich in einem vorherbestimmten Rhythmus im Raum bewegen zu können“. Der Zürcher Galerist und Kunstexperte Thomi Wolfensberger, der 2003 Arbeiten der Künstlerin im damaligen Kunstsalon Wolfsberg in Zürich zeigte, entdeckte einige überraschende Parallelen zu Jackson Pollocks`Arbeitsweise: „Die Leidenschaft und Konsequenz, ihre eigene Bildsprache zu finden, zeichnet sowohl Jackson Pollock als auch Iris Caren von Württemberg aus“.


Dabei setzt die Künstlerin zuweilen auch ihre dichterische Ader ein in Bildobjekten (zuletzt in der Asperger Gallery) oder bei ihren so genannten Kunst-Lese- Performances“.









Bei H. K. Ehmers abstrakt-landschaftlich anmutenden Bildern, beispielsweise aus der „Maroc-Serie“, dominieren Farbbewegungen, die sich durch subtil aufgebaute Farbschichten ergeben. Basis hierfür ist eine virtuose Maltechnik aus pulvrigen Farbpigmenten, versetzt mit Acryl und Wasser. Die Farbflächen erhalten somit einerseits eine transparente wie auch opake Wirkung und verleihen den Bildern ein spezielles Eigenlicht. Reduzierte lineare Elemente sind sparsam eingesetzt, etwa als schwarz-weiße kurvige Straßenfluchten zwischen den Bergen, in denen sie sich verlieren. „Entscheidend aber ist, malerische Analogien zu den gesehenen und erlebten Landschaften zu schaffen“, so Peter Schubert im Katalog der Galerie Vömel.
Das Meditativ-Malerische überwiegt mittlerweile bei H. K. Ehmer, jedoch wurde er schon immer als Kolorist geschätzt. Bis in die 90er Jahre hatte er mehrere Professuren für Kunst und visuelle Kommunikation und ihre Didaktik inne, zuletzt an der Universität Paderborn.

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